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Radiologie bei Diabetes

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APA-OTS Meldung vom 21.2.2011 :
Brennpunkt Bildgebung: Wie Radiologie bei Zuckerkrankheit hilft.
Radiologische Alternativen bei Diagnose und Therapie von Diabetes und seinen Folgeerkrankungen.


Wien, 21. Februar 2011. An Diabetes, der wohl meist unterschätzten Krankheit Österreichs, leiden hierzulande mehr als 300.000 Menschen. Experten vermuten sogar, dass die Dunkelziffer noch wesentlich höher liegt. Weltweit gesehen ist Diabetes, umgangssprachlich „Zuckerkrankheit“ genannt, unter den fünf häufigsten Todesursachen, an deren Folgen jährlich über 3 Millionen Menschen sterben.
Diabetes ist – vereinfacht dargestellt – eine langfristige Erhöhung des Blutzuckerspiegels und wirkt sich vor allem auf die Blutgefäße (Ablagerungen innerhalb und Schädigung der Gefäße) und das Nervensystem (Schädigung der Zellen und somit Verminderung der Reizleitung) aus. Verheerend sind auch die mit der Zuckerkrankheit einhergehenden Folgeerkrankungen, die weit weniger bekannt sind als ihr Auslöser: hierzu zählen Schlaganfälle und Herzinfarkte, dialysepflichtige Niereninsuffizienz, Erblindung, und Fußgeschwüre aufgrund Mangeldurchblutung bis hin zur Beinamputation.

Häufigeres Auftreten von PAVK
Bei Diabetespatienten tritt die sogenannte Schaufenstererkrankung (periphere arterielle Verschlusskrankheiten = PAVK), eine Störung der arteriellen Durchblutung der Extremitäten, deutlich früher auf und verläuft meist auch schwerwiegender als bei Nichtdiabetikern. So ist eine symptomatische PAVK 3-4-mal so häufig und das Amputationsrisiko bis teilweise 30-mal so hoch wie bei einem gesunden Menschen.
Bei Diabetikern ist die frühe Diagnose einer PAVK aus 2 Gründen besonders wichtig, erklärt Primarius Univ.-Prof. Dr. Siegfried Thurnher, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie (ÖGIR), und Vorstand der radiologischen Abteilung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien: „Einerseits weist sie den Weg zur kardiovaskulären Risikoabschätzung, vor allem betreffend Schlaganfall oder Herzinfarkt, andererseits zur Therapie, um funktionelle Einschränkungen und Verlust einer Extremität zu verhindern“.

Schonende Diagnose mittels MRA
Bei Verdacht auf PAVK kann die Radiologie ein für den Patienten sehr schonendes Diagnoseverfahren anbieten. So kommt die Magnetresonanz-Angiographie (MRA), ein bildgebendes Verfahren, bei dem mittels Magnetwellen (d.h. ohne Strahlenbelastung) eine Darstellung der Blutgefäße möglich ist, ganz ohne den Einsatz eines Katheters aus und kann somit ambulant in radiologischen Instituten durchgeführt werden.

Radiologisch gesteuerte Behandlungsverfahren klar im Vorteil
Die „Schaufensterkrankheit“ ist eine Folgeerkrankung von Diabetes, die sich in Schmerzen im Bewegungsapparat manifestiert. Auch hier sieht Thurnher radiologisch gesteuerte Verfahren im klaren Vorteil gegenüber der sonst üblichen invasiven chirurgischen Eingriffe: „Zahlreiche Studien konnten deutliche Vorteile der minimal-invasiven Angioplastie gegenüber der offenen Chirurgie aufzeigen, sodass die Bypass-Chirurgie nur bei Versagen der radiologischen Verfahren zum Einsatz kommt. Bei der Angioplastie werden winzige Ballonkatheter über die Leistenarterie in lokaler Betäubung eingeführt und so die Gefäßenge oder der Verschlußbereich aufgedehnt”. Oft erfolgt auch zusätzlich die Einsetzung eines Stents, ein metallisches Röhrchen, welches die Gefäße auf Dauer offen hält.
Die meisten Amputationen eines „diabetischen Fußes”, der auf eine schwere Durchblutungsstörung zurück zu führen ist, können durch eine kombinierte Therapie mit Antibiotika, chirurgischer Wundbehandlung (Débridement) und radiologisch-gesteuerter Revaskularisation (Wiederherstellung der Durchblutung) vermieden werden.

Ab 3. März tagen in Wien 19.000 Radiologen
Beim 23. Europäischen Radiologenkongress (European Congress of Radiology/ECR) vom 3. bis 7. März 2011 im Austria Center in Wien werden auch heuer wieder Spezialisten aus dem Bereich der medizinischen Bildgebung ihr Fachwissen auf den verschiedensten Gebieten austauschen, und die neuesten Erkenntnisse der Forschung präsentieren.

Der ECR ist die Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Radiologie (European Society of Radiology/ESR), welche weltweit über 50.000 Radiologen vertritt. Mit mehr als 19.000 Teilnehmern aus der ganzen Welt ist der ECR einer der größten medizinischen Kongresse weltweit; zusätzlich bietet er die größte Industrieausstellung in Europa, bei der auf über 26.000 m² mehr als 300 internationale Firmen die neuesten Produkte der Medizintechnik anbieten.

Verschluss der Oberschenkelarterie (c) S. Thurnher      Katheterangiographie des Oberschenkels (c) S. Thurnher      Radiologisch-gesteuerte Ballondehnung der Oberschenkelarterie (c) S. Thurnher      Ergebnis nach Dehnung Oberschenkel (c) S. Thurnher

Rückfragehinweis:
Stefanie Muzik, Julia Patuzzi, David Zizka
Press Office – European Society of Radiology
Neutorgasse 9/2, 1010 Wien
Tel.: +43-1-533 40 64-0 | Fax: +43-1-533 40 64-441
press@myESR.org

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